Eine Blühwiese für Bienen und Schmetterlinge anlegen
Ein kurz geschorener Rasen sieht ordentlich aus, bietet Insekten aber kaum Nahrung. Wer Bienen, Hummeln und Schmetterlingen helfen möchte, verwandelt einen Teil seines Gartens in eine bunte Blühwiese. Schon eine kleine Fläche macht einen großen Unterschied.
Der richtige Standort und Boden
Die meisten Wildblumen bevorzugen einen sonnigen Platz mit magerem, nährstoffarmem Boden. Das klingt überraschend, denn ein zu fetter Boden fördert vor allem Gräser, die zarte Blühpflanzen schnell überwuchern. Magern Sie schwere Böden bei Bedarf mit Sand ab. Entfernen Sie vor der Aussaat die alte Grasnarbe, damit die Samen guten Bodenkontakt bekommen.
Aussaat und Pflege
Verwenden Sie heimisches, mehrjähriges Saatgut, das an Ihre Region angepasst ist. Solche Mischungen bieten Insekten über die ganze Saison hinweg Nahrung. Säen Sie im Frühjahr oder Spätsommer und drücken Sie die Samen nur leicht an, denn viele Wildblumen sind Lichtkeimer.
- Halten Sie die Fläche bis zum Keimen gleichmäßig feucht.
- Mähen Sie die Wiese nur ein- bis zweimal im Jahr.
- Lassen Sie das Mähgut einige Tage liegen, damit Samen ausfallen können.
Wichtig ist Geduld: Im ersten Jahr blühen oft nur wenige Pflanzen, weil viele Arten zunächst Wurzeln bilden. Erst im zweiten und dritten Jahr entfaltet die Wiese ihre volle Pracht.
Verzichten Sie vollständig auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel. Eine naturnahe Blühwiese reguliert sich weitgehend selbst und wird mit jedem Jahr artenreicher. Als Belohnung summt und flattert es bald in Ihrem Garten, und Sie leisten ganz nebenbei einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Insekten.