Torffreie Erde: Antworten auf die wichtigsten Fragen
Torffreie Erde ist gut für das Klima, denn sie schont die Moore. Doch viele Hobbygärtner fragen sich, ob sie genauso gut funktioniert wie herkömmliche Blumenerde. Wir geben Antworten auf die häufigsten Fragen.
Warum überhaupt torffrei gärtnern?
Moore speichern enorme Mengen Kohlenstoff. Wird Torf abgebaut, gelangt dieser als CO2 in die Atmosphäre. Außerdem zerstört der Abbau seltene Lebensräume. Torffreie Erde vermeidet diese Schäden und ist damit die nachhaltigere Wahl.
Funktioniert torffreie Erde genauso gut?
Ja, allerdings mit kleinen Unterschieden im Umgang. Torffreie Mischungen aus Holzfasern, Kompost und Kokosmark trocknen oberflächlich schneller ab, speichern Wasser aber gut in der Tiefe. Man muss daher etwas aufmerksamer gießen.
Muss ich anders düngen?
Holzfasern binden anfangs etwas Stickstoff. Deshalb empfiehlt es sich, bei Starkzehrern wie Tomaten etwas früher und regelmäßiger zu düngen. Viele Markenprodukte sind aber bereits vorgedüngt und benötigen in den ersten Wochen keine Zugabe.
Worauf sollte ich beim Kauf achten?
Achten Sie auf die klare Kennzeichnung “torffrei”, denn “torfreduziert” enthält noch Torf. Ein Blick auf die Zusammensetzung lohnt sich. Hochwertige Produkte nennen ihre Bestandteile transparent.
Mit ein wenig Umgewöhnung steht gesundem und umweltbewusstem Gärtnern nichts im Weg. Der kleine Mehraufwand zahlt sich für Natur und Klima deutlich aus.