Tomaten richtig ausgeizen für eine reiche Ernte
Tomaten gehören zu den beliebtesten Pflanzen im Gemüsegarten, doch viele Hobbygärtner unterschätzen, wie wichtig das regelmäßige Ausgeizen ist. Damit ist das Entfernen der sogenannten Geiztriebe gemeint, die in den Blattachseln zwischen Haupttrieb und Seitenblättern wachsen. Lässt man sie stehen, steckt die Pflanze viel Energie in Blattmasse statt in die Früchte.
Warum sich das Ausgeizen lohnt
Stabtomaten bilden ständig neue Seitentriebe. Jeder dieser Triebe würde wiederum eigene Blüten und Blätter entwickeln. Das Ergebnis ist eine dichte, unübersichtliche Pflanze, die schlecht durchlüftet ist und anfälliger für Pilzkrankheiten wie die gefürchtete Kraut- und Braunfäule wird. Wer regelmäßig ausgeizt, sorgt für mehr Licht und Luft an den Früchten und erntet größere, aromatischere Tomaten.
So gehen Sie vor
Brechen Sie die Geiztriebe am besten morgens bei trockenem Wetter aus, solange sie noch klein sind. Bei jungen Trieben genügen die Finger; größere Triebe schneiden Sie mit einem sauberen Messer, um die Pflanze nicht einzureißen.
- Kontrollieren Sie Ihre Tomaten ein- bis zweimal pro Woche.
- Entfernen Sie nur die Triebe in den Blattachseln, nicht die fruchttragenden Rispen.
- Reinigen Sie Werkzeug zwischen mehreren Pflanzen, um Krankheiten nicht zu übertragen.
Eine Besonderheit gilt für Buschtomaten: Diese sollten Sie nicht ausgeizen, da sie von Natur aus buschig wachsen und an vielen Trieben Früchte tragen. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Sortenbezeichnung.
Mit etwas Übung wird das Ausgeizen schnell zur Routine. Schon nach wenigen Wochen sehen Sie den Unterschied: kräftigere Pflanzen, gesündere Blätter und Früchte, die gleichmäßiger reifen. So holen Sie das Beste aus jeder einzelnen Tomatenpflanze heraus.