Was ein guter Kompost wirklich braucht
Kompost ist das Herzstück eines naturnahen Gartens. Er verwandelt Küchen- und Gartenabfälle in nährstoffreichen Humus und spart teuren Dünger. Damit aus dem Haufen kein stinkendes Durcheinander wird, kommt es auf das richtige Gleichgewicht an.
Das Verhältnis macht den Unterschied
Mikroorganismen zersetzen organisches Material nur dann zügig, wenn das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff stimmt. Vereinfacht gesagt brauchen Sie eine gute Mischung aus trockenem, braunem Material und feuchtem, grünem Material.
- Braunes Material: Laub, Stroh, Zweige, Pappe und Holzhäcksel liefern Kohlenstoff und Struktur.
- Grünes Material: Rasenschnitt, Gemüsereste, Kaffeesatz und Staudenschnitt liefern Stickstoff und Feuchtigkeit.
Schichten Sie beides möglichst abwechselnd auf. Zu viel Rasenschnitt allein verdichtet sich und beginnt zu faulen, während ausschließlich Laub den Prozess stark verlangsamt.
Luft und Feuchtigkeit nicht vergessen
Die nützlichen Bakterien und Pilze benötigen Sauerstoff. Wenden Sie den Kompost daher gelegentlich mit einer Grabegabel, damit er nicht luftdicht zusammensackt. Der Haufen sollte sich feucht wie ein ausgewrungener Schwamm anfühlen. Ist er zu trocken, gießen Sie etwas Wasser nach; ist er zu nass, mischen Sie trockenes Material unter.
Nicht alles gehört auf den Kompost. Verzichten Sie auf gekochte Speisereste, Fleisch und Fisch, da sie Ratten anlocken. Auch kranke Pflanzenteile und Wurzelunkräuter wie Giersch haben dort nichts verloren.
Je nach Witterung und Pflege ist der Kompost nach einem halben bis ganzen Jahr reif. Er riecht dann angenehm nach Waldboden und ist krümelig dunkel. Diesen wertvollen Humus arbeiten Sie im Frühjahr in die Beete ein und schließen so den natürlichen Kreislauf in Ihrem Garten.